Dienstag, 5. Januar 2016

Rezension: Solitaire von Alice Oseman








 Autorin: Alice Oseman
Originaltitel: Solitaire
Verlag: dtv (August 2015)
Seiten: 368
Preis: 16,65 €, Hardcover






Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Eigentlich verkörpert Michael mit seinem Enthusiasmus und der schwarzen Hipster-Brille all das, was Tori verachtet, und dennoch ist sie fasziniert von seiner überschäumenden Lebensfreude und seiner Neugier auf die Welt. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.

Manchmal hasse ich Menschen. Für meine seelische Gesundheit ist das wahrscheinlich ziemlich übel. - Seite 14
Zynisch, ironisch aber liebenwert. So stellt sich Victoria Tori Spring dem Leser bereits auf den ersten Seiten von Solitaire vor.
Aber Tori ist auch ein sehr unsicherer Mensch. Sie versucht, sich möglichst normal zu verhalten aber je besser man sie kennenlernt, desto mehr blickt man hinter diese Fassade. Eine Fassade um niemanden zu belasten. Denn Tori's kleiner Bruder ist psychisch krank. Tori kann nicht zulassen, dass ihr Eltern sich auch noch Sorgen um sie machen müssen.
Und dann taucht Solitaire auf. Eine geheime Gruppe, die die Schule und bald auch die ganze Stadt in Atem hält. Alle scheinen begeistert. Alle außer Tori. Und Michael. Mit seiner besonderen Art schafft er es nach und nach Victorias harte Schale zu knacken. Aber auch Michael hat ein Geheimnis.
Auf der Suche nach der wahren Identität von Solitaire findet Tori nicht nur einen neuen Freund sondern merkt auch, dass sie, wenn sie nicht an ihrem Leben ersticken will, sich an andere wenden muss.

Mir persönlich hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, ich hatte  eine locker-flockige  Geschichte mit einigen Geheimnissen erwartet aber die Autorin hat mich total überrascht.
"Solitaire" zeigt dem Leser, was es heißt sich abzukapseln, aus Angst eine Belastung für Andere zu sein und welche Auswirkungen das auf das Leben haben kann. Es verbindet also durchaus ernste Themen mit einer großen Portion Lebensfreude und lässt einen die Protagonistin ins Herz schließen.

Fazit: Das erste Buch des Jahres setzt die Latte wirklich hoch an!



Kommentare:

  1. Huhu Liebes

    Ich bin echt gespannt auf das Buch. Schau mir in die Augen, Audrey fand ich klasse und das hier soll ja so ähnlich sein. Es liegt zumindest schonmal auf meinem SuB ^^

    Liebste Grüsse
    Sonja

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    1. Hey,
      lies es! Unbedint. Jetzt sofort :D
      Schau mir in die Augen, Audrey kenne ich noch nicht und ehrlich gesagt hat es mich noch nie wirklich angesprochen..

      Alles Liebe,
      Lea ♥

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Danke für dein Kommentar ♥
Ich werde versuchen es schnellstmöglich zu beantworten!